Dein Gehirn und die Omega 3 Fettsäure.

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Etwa 99 Prozent aller Menschen haben einen Mangel an Omega 3 Fettsäuren. Zumindest scheint es bei der amerikanische Bevölkerung so zu sein.

Bei der Empfehlung wieviel Omega 3 wir in Deutschland, Österreich oder der Schweiz brauchen, habe ich leider noch keine übereinstimmenden Angaben gefunden. Laut dem Buch Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr sollten wir in etwa 0,5 Gramm pro Tag konsumieren.

Die meisten von uns konsumieren in der Regel aber viel weniger Omega 3. Was fatale Auswirkungen auf die Funktion unseres Gehirns haben kann.

Eine Ausnahme bei einem Mangel an Omega 3 sind bestimmt die Inuits aus Grönland. Sie essen im Durchschnitt etwa 15 bis 19 Gramm an Omega 3 pro Tag.

Die Menge ist aber nicht weiters verwunderlich, da ihre Hauptnahrungsquellen Fische, Robben und sogar Walfische sind.

Der Inuit-Stamm, der für dieses Beispiel herangezogen wurde, ist auch ein Grund warum das Omega 3 Fett überhaupt so viel Aufmerksamkeit als gesundheitsförderndes Fett bekommen hat.

In den 1970er Jahren hatten Wissenschaftler bei den Inuits beobachtet, dass diese auf Grund ihres erhöhten Konsums an Fisch seltener an Herz-Kreislauf Beschwerden erkrankten.

Organisationen wie die American Heart Association begannen daraufhin, den Konsum von Fisch mit Omega 3 zu empfehlen.

Das Ziel war es damals, die Herzgesundheit zu verbessern. Dass das menschliche Gehirn auch von einer erhöhten Zufuhr von Omega 3 profitieren würde, war zu dem Zeitpunkt noch nicht so stark erforscht.

Wie ein Mangel an Omega 3 dein Gehirn beeinflusst.

Unser Gehirn funktioniert ohne Omega 3 Fette nicht optimal.

Zu geringe Mengen der Fettsäure wurden mit mentalen Krankheiten wie Depression, Schizophrenie, Aufmerksamkeitsdefizitstörung und anderen neurologischen Erkrankungen verbunden.

Auch die Erinnerungsfähigkeit wird bei einem Mangel negativ beeinflusst. So wurde in einer Studie nachgewiesen, dass Omega 3 das Kurzzeitgedächtnis verbessert.

Bei Kindern mit neurologischen Entwicklungsstörungen wie Autismus und agressivem Verhalten kam es zum Beispiel schon bei der alleinigen Zufuhr von 1.5 Gramm Omega 3 Fettsäuren pro Tag zu einer Verbesserung.

Als Erklärung gibt es drei Gründe warum Omega 3 so wichtig für unseren Geist ist:

Omega 3 und die Zellmembran.

Der erste Grund hat mit unseren Zellmembranen zu tun. Für den Aufbau der Zellmembran werden bestimmte Fette benötigt und Omega3 ist eben eines dieser Fette.

Die Zellmembran umhüllt die Zellen in unserem Körper und hält das Milieu im Inneren der Zelle aufrecht. Eine weitere entscheidende Funktion der Zellmembran ist es,  mit anderen Zellen zu kommunizieren.

Unser Gehirn besteht nun aus etwa 100 Milliarden Zellen. Jede von diesen Gehirnzellen hat ihre eigene Zellmembran, die mit anderen Gehirnzellen kommunizieren kann.

Wenn diese Membranen nicht gesund sind, wird die Effektivität und Geschwindigkeit der Kommunikationen zwischen den Gehirnzellen negativ beeinträchtigt.

Genau dies ist auch einer der Hauptgründe, warum wir bei einem Mangel an Omega 3 Gedächtnisprobleme, Gemütsstörungen oder andere neurologische Erkrankungen bekommen können.

Omega 3 kann also entscheidend sein um unsere Zellen gesund zu halten.

Die zweite Erklärung für die positive Omega 3 Wirkung ist der entzündungshemmende Effekt der Fettsäure:

Omega 3 hilft Entzündungen zu bekämpfen.

Neurologische Erkankungen wie Depression, Autismus und sogar Alzheimer können als Ursache eine Entzündung im Gehirn haben. Warum Omega 3 für unsere Abwehr so wichtig ist, wurde jedoch erst vor kurzem entdeckt.

So werden bei einer Entzündung im Körper kleine Moleküle gegen die Entzündung entsendet. Diese Moleküle stoppen die Entzündung zuerst und eliminieren sie anschließend.

Bei einem höheren Wert an Omega 3 im Körper, werden auch mehr von diesen entzündungshemmenden Molekülen produziert.

Wenn dein Körper also genug Omega 3 zur Verfügung hat, kann es ihm auch leichter fallen akute Entzündungen zu stoppen.

Omega 3 hilft aber nicht nur Entzündungen im Gehirn und im restlichen Körper zu bekämpfen, sondern ist auch für ein ganz spezielles Molekül wichtig:

Omega 3 und das Molekül BDNF

BDNF oder Bain-derived neurotrophic factor ist ein Protein, welches für den Schutz existierender Neuronen und Synapsen zuständig ist. Es agiert wie ein Dünger für das Gehirn, indem es beim Wachstum neuer Zellen hilft.

Bei Patienten mit Depression oder Schizophrenie sind diese Moleküle oft in geringeren Mengen vorhanden. Diesen Menschen werden dann spezielle Antidepressiva verschrieben, die BDNF stimulieren.

Omega 3 Fettsäuren können die Aktivität von BDNF in deinem Gehirn verstärken.

Auch bei traumatischen Verletzungen können die BDNF Reserven des Körpers reduziert sein.
In einer Studie an Ratten wurde gezeigt, dass Omega 3 diese Reserven wieder auffrischen kann.

Wenn man sich nun alle drei Gründe gemeinsam anschaut, wird einem klar warum Omega 3 so wichtig für unser Gehirn ist. Ich persönlich wusste anfänglich nur von zwei der drei vorteilhaften Eigenschaften.

Meine Erfahrungen mit Omega 3 fürs Gehirn.

ultramind_solutionIch hatte von den Omega 3 Fettsäuren zum ersten Mal in dem Buch The Ultra Mind Solution von Dr. Mark Hyman gelesen.

Der Autor ist in Amerika neben seinen Büchern über Funktionelle Medizin auch als Ernährungsberater für den früheren Presitenden Bill Clinton bekannt geworden.

Seine Überlegung ist es, dass unser Körper und Geist bestimmte Nährstoffe brauchen um optimal zu funktionieren. Im Falle von unserem Gehirn sind es besonders die Omega 3 Fettsäuren.

Auch Vitamin B6, B12 und Folsäure spielen seiner Meinung nach eine große Rolle um mentale Krankheiten zu vermeiden und ein ideal funktionierendes Gehirn zu haben.

Bei mir hatte allein die Zufuhr von Omega 3 Kapseln schon geholfen. Ich hatte vorher oft leichte Gemütsschwankungen und hatte das Gefühl mein Kopf funktionierte nicht immer optimal. Auch mein Erinnerungsvermögen verbesserte sich.

Die ersten Gelkapseln die ich zu mir genommen hatte waren Doppelherz Omega 3 Kapseln die ich in einer Drogerie gekauft hatte. Wie ich später herausgefunden habe, ist es bei Fischöl Kapseln jedoch besonders wichtig auf die Qualität zu achten.

Fische können nämlich Giftstoffe wie Quecksilber enthalten und diese dann an unseren Körper weitergeben.

Quecksilber in Fischen ist oft ein Grund warum Menschen an einer Quecksilbervergiftung leiden. Diese kann sich dann im Laufe der Zeit zu einer chronischen Vergiftung entwickeln, was sich auch negativ auf unser Gehirn auswirkt und zum Beispiel zu Demenz führen kann.

Quecksilber in Fischölkapseln kann daher ein großes Problem werden, wenn du dir nicht sicher bist ob deine Fischölkapseln auch wirklich 100% frei von dem Schwermetall sind.

Gute Alternativen zu Fischölkapseln findest du in dem Artikel Wo ist Omega 3 drin?

Wenn du noch mehr über Quecksilber und Fische lesen möchtest, dann schaue dir den Artikel über Quecksilber in Fischen an.

Ich hoffe die Informationen die du hier gefunden hast, waren hilfreich für dich um dir ein genaueres Bild über Omega 3 und seine Auswirkungen auf unser Gehirn zu machen.

Im letzten Absatz findest du noch all die Quellen, welche oben noch nicht erwähnt wurden. Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann teile ihn mit anderen, damit auch sie von den positiven Eigenschaften von Omega 3 profitieren können.

Die Omega 3 Quellen

Dass ein Mangel an Omega3 zu neurologischen Erkrankugen führen kann wurde schon öfter gezeigt. Ein wissenschaftlicher Artikel der das unter anderem dokumentiert, wurde bei Sciencedirect veröffentlicht. Auch die Auswirkungen auf eine gute neurologische Entwicklung bei Kindern kommt von Sciencedirect.

Dass Omega 3 die natürliche Entzündungshemmung unseres Körpers verstärkt, wurde in diesem Beitrag dokumentiert.

Ein Bericht der etliche Informationen für diesen Artikel geliefert hat kommt direkt von ScienceDaily. So hatte der Professor für Neurochirurgie Fernando Gómez-Pinilla die Effekte von Nahrung auf unser Gehirn untersucht und herausgefunden, dass Omega 3 Fettsäuren zu den wichtigsten Nährstoffen für unser Gehirn zählen. Von diesem Artikel stammen auch Angaben zu BDNF.

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